Digitale Angebote für Kinder

Im Auftrag der Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters untersuchte House of Research in Kooperation mit Prof. Dr. Roland Rosenstock von der Universität Greifswald die Verbreitung und Nutzung von digitalen Angeboten für Kinder in Deutschland. Ein Schwerpunkt der Studie lag auf der deutschsprachigen Internetseitenlandschaft für Kinder, die seit 2008 durch das Förderprogramm „Ein Netz für Kinder“ unterstützt wird. Die Evaluation dieses Förderprogramms war ebenfalls Teil der Studie.

House of Research analysierte hierfür mehr als 400 Kinder-Internetseiten und 600 Kinder-Apps, befragte Kinder und Eltern sowohl qualitativ als auch quantitativ zu ihren Nutzungsverhalten und führte mehr als 30 Fachinterviews mit nationalen und internationalen Experten verschiedener Fachrichtungen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass in Deutschland ein breites Angebot an Websites und Apps speziell für Kinder verfügbar ist. Die oft ehrenamtlich betreuten Internetauftritte sind größtenteils auf die Finanzierung durch Förderprogramme angewiesen und konnten teilweise erst durch die Unterstützung von „Ein Netz für Kinder“ realisiert werden. Sowohl Internetseiten als auch Apps sind meist hochwertig und aktuell aufbereitet, aber nur einem Teil der Kinder und Eltern geläufig. Die meisten Kinder navigieren hingegen auf Internetseiten, die ihnen durch das Fernsehen bekannt sind, auf YouTube oder auf Seiten mit beliebten Helden (z. B. Bibi und Tina). Auffallend ist das immer frühere Einstiegsalter von Kindern in die Nutzung digitaler Angebote. Bereits im Vorschulalter nutzen sie Apps auf Tablet oder Smartphone.

Die detaillierten Ergebnisse sind im Abschlussbericht zur Studie auf der Website der Bundesregierung nachzulesen.