28.10.09

Vorbei mit nebenbei?


Wie wird sich das "Nebenbei-Medium" Radio im digitalen Zeitalter entwickeln? Dirk Martens von House of Research sprach auf den Medientagen München 2009 über die Chancen und Grenzen

Foto: Medientage München

Foto: Medientage München

Die Mediennutzung hat sich mit dem Einzug des breitbandigen Internets in die Wohnzimmer deutlich verändert: gerade für Jüngere ist der PC bzw. Mac ein unverzichtbares, universelles Kommunikations- und Unterhaltungsmittel geworden. Die Interaktivität und die zeitgleiche Nutzung von Instant Messages, Video Inhalten, sozialen Netzwerken und E-Mails lassen scheinbar wenig Platz für "Lean Backwards"-Medien wie Radio und Fernsehen. Oder doch? Wie viel Interaktivität wollen die Menschen wirklich? Ist es vorbei mit dem Nebenbei-Medium Radio?

Als die Buggles 1979 "Video killed the Radio Star" sangen, haben sie sich geirrt, denn trotz MTV und anderen Musikfernsehsendern gingen die Radio-Reichweiten herauf. Gibt es in der heutigen Entwicklung Parallelen, und mit welchen Entwicklungen muss man rechnen?

Heute gibt es kaum noch einen Radiosender, der nicht auch im Web mindestens sein On-air-Programm parallel streamed, viele bieten darüber hinaus weitere, meist Spartenprogramme an. Hinzu kommen viele Programme neuer Anbieter, die nur im Internet empfangbar. Durch die Genzenlosigkeit des Internet ist die Anzahl empfangbarer Programme unüberschaubar. Welche Geschäftsmodelle können sich in einem derart fragmentierten Markt durchsetzen?

Diesen Fragen widmeten sich hochrangige Branchenvertreter bei den Medientagen München auf dem Panel "Expansion ins Netz: Chancen und Grenzen von Radio im Internet" am 28.10.2009

Die Präsentation zur Keynote von Dirk Martens (House of Research) steht hier zum Download bereit.




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