22.09.2015

Bewegtbildmedien in Berlin-Brandenburg im Aufwind


Mehr Jobs, mehr Unternehmen, mehr Umsatz: Digitale Medien treiben das Wachstum der Hauptstadtregion an. So die Ergebnisse der Studie "Medienindex Berlin-Brandenburg 2015", die House of Research im Auftrag des Medienboard erstellt hat.

Berlin/Potsdam – Die Branchen der Bewegtbildwirtschaft in der Hauptstadtregion entwickeln sich weiter überdurchschnittlich und sind damit einer der wesentlichen Treiber des Wirtschaftswachstums. Das ist ein Ergebnis des Medienindex 2015, für den das Institut "House of Research" im Auftrag des Medienboard die Arbeitsmarktstatistik 2014 und die Umsatzsteuerstatistik 2013 ausgewertet hat. Danach ist die Zahl der Beschäftigten 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gewachsen, die Zahl der Unternehmen um sieben und der Gesamtumsatz um neun Prozent.
 
Von 2004 bis 2013 ist der Gesamtumsatz der Medienwirtschaft in Berlin-Brandenburg um 85 Prozent gestiegen. Die Zahl der Unternehmen wuchs im gleichen Zeitraum um 55 Prozent, und die Zahl der Jobs stieg von 2004 bis 2014 um 51 Prozent.
 
Im Zeitraum 2013/14 gab es in den Branchen Film/TV, Web/Mobile und Games über 11.000 Unternehmen, die mit rund 65.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von 6,3 Milliarden Euro erzielten. Die Digitalbranchen Games und Web/Mobile machen dabei jeweils deutlich mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes und der Unternehmen aus (4,4 Mrd. Euro bzw. 7.200 Unternehmen), und sie beschäftigen mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer (50.000).
 
Die Gamesbranche ist mittlerweile mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro (plus sieben Prozent) größer als die Einzelbranche Film (878 Millionen) und ebenso groß wie TV (eine Milliarde Euro). Web und Mobile sind mit einem Umsatzwachstum von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die Wachstumstreiber der audiovisuellen Medienwirtschaft in der Hauptstadtregion.
 
Film und TV haben nach Jobverlusten in der Vergangenheit den Turnaround geschafft, und auch hier wächst die Zahl der Beschäftigten bei stabilen bis leicht wachsenden Umsätzen wieder – um acht Prozent beim Film und um 10 Prozent in der TV-Wirtschaft. Die Zahl der Unternehmen stieg leicht beim Fernsehen (vier Prozent), beim Film sogar kräftig (16 Prozent).  
 
Elmar Giglinger, Geschäftsführer Standortmarketing und –entwicklung beim Medienboard: "Mit einem Umsatzwachstum von neun Prozent binnen Jahresfrist bleibt die Medienwirtschaft ein wesentlicher Faktor der positiven Entwicklung in der Hauptstadtregion. Die Dynamik ist bemerkenswert und sucht im Bundesgebiet ihresgleichen. Ein Ende des Aufschwungs ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Ich bin der festen Überzeugung, dass es gerade erst richtig losgeht."

Den Medienindex Berlin-Brandenburg 2015 können beim Sie Medienboad hier herunterladen.




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